#cookieChoiceInfo { position: fixed; top: auto; bottom: 0; }

Montag, 24. Juli 2017

Rezension | Sumerland 2 - Prinz Zazamael von Johannes Ulbricht

Sumerland 2 - Prinz Zazamael von Johannes Ulbricht | Panini Verlag | Taschenbuch | Fantasy | 368 Seiten | Preis 14,99 Euro | ISBN: 978-3-8332-3370-8 | Erscheinungsdatum 22.08016 | Teil 2 von 2

Serisada ist verschwunden, als das flüssige Silber ihr Stadtviertel überflossen hat. Damit gilt ihr Tod als hundertprozentig gewiss, denn das Silber ist der geheime Schrecken und das schmutzige Geheimnis hinter der glamourösen Fassade der Stadt. Das Silber wartet unten im Stadtkegel, um früher oder später alles aufzunehmen, was die Zivilisation von Waylhaghiri produziert. Prinz Zazamael ist seit jeher von Prinzessin Serisada besessen, weil nur sie für ihn ein gleichwertiges Gegenüber sein kann und keine Marionette – nur durch sie kann er den „wilden Wein“ erlangen und die große Fusion zur Verschmelzung von Traum und Realität herbeiführen. Die Nachricht vom Tod von Prinzessin Serisada führt dazu, dass er sich selbst und sein Königreich verkommen lässt. Serisada hat aber entgegen alle Wahrscheinlichkeit überlebt. Stockwerk für Stockwerk, Zivilisationsepoche für Zivilisationsepoche kämpft sie sich den Stadtkegel empor und schafft es schließß - lich, in Waylhaghiri eine Revolution auszulösen. Sie endet im Zweikampf mit Zazamael. Die Stadt geht in einer unkontrollierten großen Fusion unter und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit. Beide Königskinder finden sich in einer menschenleeren Welt auf der anderen Seite des Silberspiegels wieder und entdecken dort, was aus all den Dingen und Leuten geworden ist, die im Lauf der Jahrhunderte in das flüssige Silber gestürzt sind. Die Entwicklungen in den beiden phantastischen Königreichen haben spürbare Auwirkungen auf unsere alltägliche Zivilisation, die ja nichts anderes als ein Zerrbild der dahinterliegenden eigentlichen Wirklichkeit ist. Ob spielende Kinderbanden in den Sommerferien oder eine vierzigjährige Single-Frau auf der Suche nach der einen großen Liebe – wir alle spüren die Wahrheit von Sumerland und Waylhaghiri tief in unserem Blut. Das Wissen um die dahinterliegende Wirklichkeit von Sumerland und Waylhaghiri liefert die Erklärung für Vieles in unserer Gesellschaft, das bei genauerer Betrachtung weniger selbstverständlich ist als eigentlich sogar ziemlich sonderbar.

Auch hier finde ich das Cover wieder sehr ansprechend und je länger man das ganze ansieht, desto mehr Details fallen einem auf, ich finde sowas wirklich wunderbar

Die Protagonisten sind die gleichen wie in Band 1 schon bekannt. Ich finde sie alle immer noch recht unsympathisch, was der Geschichte an sich aber keinen Abbruch tut. Bei diesem Band habe ich eher das Gefühl gehabt, das es mehr um die Prinzessin geht, als um den Prinzen, das war bei Band 1 genau anders herum, weswegen die Untertitel der Bücher eigentlich getauscht gehören. 
Ich finde etwas schade das wir immer noch nicht wirklich mehr als Oberflächlichkeiten von der Erzählerin erfahren, hier hätte ich mir mehr gewünscht.

Diesmal kannte ich den Schreibstil schon und bin viel besser ins Buch gekommen. Es war wieder sehr spannend geschrieben jedoch hatte ich das Gefühl das in diesem Teil viel wiederholt wird, ich musste trotzdem wissen wie das ganze ausgeht. 
Allgemein finde ich den zweiten Band etwas schwächer als den ersten, was ja eigentlich bei den meisten Reihen so ist. Ich finde es übrigens etwas schade, das der Klappentext des Buches schon sehr viel verrät, das mag ich nicht so, denn ich will die Geschichte selbst erleben.

Dr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert.


Schreibstil 4/5
Charaktere 1/5
Spannung 4/5
Ende 4/5
Cover 5/5

Der zweite Band konnte mich nicht mehr ganz überzeugen, dennoch bin ich froh ihn gelesen zu haben, denn die Idee zur Geschichte finde ich super

3 von 5 Chibis











Rezension | Sumerland 1 - Prinzessin Serisada von Johannes Ulbricht

Sumerland 1 - Prinzessin Serisada von Johannes Ulbricht | Panini Verlag | Taschenbuch | Fantasy | 400 Seiten | Preis 14,99 Euro | ISBN: 978-3-8332-3355-5 | Erscheinungsdatum 22.08.16

Nur wenige Eingeweihte wissen, dass unsere Zivilisation nichts als eine kollektive Illusion ist, in der die Menschen gefangen gehalten werden. In Wahrheit tobt ein geheimer Krieg in der phantastischen Realität hinter der Scheinwelt unseres Alltags. Auf der einen Seite steht der babylonische Stadtkegel von Waylhaghiri, in dem alle Zivilisationsepochen der Menschheit übereinander geschichtet sind. Diese einzige Stadt auf der Welt lebt von der Perfektionierung der zivilisatorischen Ästhetik. Glamour, Moden und kalkulierte Manipulation sind bis in die Intimsphäre allgegenwärtig. In diesem System müssen die Bewohner ihren sozialen Status jeden Tag aufs Neue verteidigen. Auf der anderen Seite steht die umgebende Wildnis des Sumerlandes, in der Tiermenschen leben, die verspielt und kindlich, aber auch unberechenbar und grausam sind. Die jahrhundertealten, doch ewig kindlichen Herrscher beider Reiche, Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada, kämpfen erbittert um die Vorherrschaft. Zazamael benötigt für die endgültige Dominanz seines Reiches – die in Form einer Emulsion von Traum und Wirklichkeit namens „große Fusion“ erfolgen soll – den „wilden Wein“ als rettendes Elixier. Auf der Suche nach dem „wilden Wein“ dringt er unter ständiger Bedrohung durch die sumerländischen Tiermenschen ins Herz von Serisadas Reich vor. Auf dieser Reise werden alle seine Gefährten einer nach dem anderen hingemeuchelt, wobei der Prinz das eigentliche Ziel des Attentäters zu sein scheint. Erst einen Schritt vor dem Ziel angekommen erkennt Zazamael, wer der Mörder ist. Währenddessen gelingt es Serisada, als Spionin in Waylhaghiri einzudringen. Dort hat sie die schwierige Aufgabe, sich in der Zivilisation zu behaupten, ohne enttarnt zu werden. Zunächst gelingt ihr eine beachtliche Karriere als Designerin, bis es zu einem der regelmäßigen Zusammenbrüche der ästhetischen Muster in Waylhaghiri kommt, wodurch – wie jedes Mal – ein Teil der Stadt untergeht, indem er von dem tödlichen Silber bedeckt wird. Leider ist es der Teil der Stadt, den Serisada designt hat und in dem sie lebt.

Ich könnte dieses Cover wohl ewig anschauen und immer wieder neue, kleine Details entdecken. Ich find es einfach Hammermäßig. Die Babylonische Stadt, die nach oben hin immer moderner wird, fesselt mich einfach voll und ganz. 

Dieses Buch wird von einer unbekannten Erzählerin aus erzählt. Diese war mir überhaupt nicht sympathisch, denn sie scheint eine sehr unzuverlässige Person zu sein, die ständig mit ihrem toten Freund Andy spricht. Aber sie hat die Gabe sich ins Sumerland zu träumen und zu sehen was dort aktuell passiert. Das wiederum fand ich sehr interessant, auch wenn sie meiner Meinung nach lieber etwas mehr in der Realität sein sollte, denn auch während der Arbeit träumt sie sich ins Sumerland. 
Im Allgemeinen ist raus zu bekommen das sie wohl zwischen 35 und 45 Jahre alt ist und alleine Lebt, wenn man Andy nicht mitzählt. Aber sonst gibt es nicht viel über sie zu erzählen

Prinzessin Serisada war mir ebenfalls sehr unsympathisch, denn sie ist zwar schon Jahrhunderte alt, sieht und denkt dennoch wie eine 13jährige. Sie ist sehr kindlich und sieht die Menschen in ihrer Stadt als kleine Ameisen, bei denen es egal ist wenn sie sterben, denn es kommen ja immer neue. Puh, da musste ich erstmal schlucken. Kein wunder das sie sich versteckt und niemals rauskommt aus ihrem Tempel.

Prinz Zazmael ist der letzte im Bunde und ebenfalls kein sympathieträger. Er ist auf der Suche nach dem Wilden Wein, der für ihn die Lösung (Achtung Wortwitz!) für alles ist. Er tut alles dafür ihn zu finden und ist ein sehr grausamer Mensch. Trotzdem fand ich es spannend ihn in der Geschichte zu verfolgen.

Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes und ich bin am Anfang nur sehr holprig ins Buch gekommen. Mir war nicht bewusst wie das ganze ständig zwischen den Realitäten wechselt und man ist auch als Leser des öfteren durcheinander gekommen, was nun wahr ist und was nicht. Außerdem ist mir aufgefallen, das bis etwa Seite 90 überhaupt keine Wörtliche Rede vorkommt. Das war wirklich seltsam für mich und hab ich so auch noch nie in einem Buch gelesen, trotzdem hatte ich keine Probleme damit, es war eben nur etwas anders.
Der Plot und die Idee zur Geschichte finde ich wirklich grandios, der Autor hat sich hier etwas ausgedacht, was unfassbar groß werden kann. Allein die Idee zur Babylonischen Stadt finde ich super, auch wenn ich die Protagonisten nicht mag.

Dr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert.


Schreibstil 5/5
Charaktere 1/5
Spannung 3/5
Ende 4/5
Cover 5/5

Auch wenn ich die Protagonisten allesamt nicht mag, war es dennoch eine wirklich gute Geschichte, die mich gepackt hat.

4 von 5 Chibis








Samstag, 22. Juli 2017

Rezension | Der englische Botaniker von Nicole C. Vosseler

Der englische Botaniker von Nicole C. Vosseler | Harper Collins Verlag | Hardcover | Roman | 500 Seiten | Preis 22,00 Euro | ISBN: 978-3-95967-103-3 | Erscheinungsdatum 08.05.17

London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold" – Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen.

Ich finde das Cover einfach super gemacht, auch wenn die Farben doch etwas zu blass wirken, meiner Meinung nach. Trotzdem ist es ausdrucksstark und macht im Bücherregal was her.


Robert Fortune ist ein Botaniker der komplett für seine Arbeit lebt und darin aufgeht. Man merkt direkt auf den ersten Seiten, wie sehr er die Pflanzen liebt und wie geschickt er darin ist sie zu Katalogisieren. Genau das hat ihn unglaublich sympathisch gemacht, auch wenn er so ein bisschen den Sinn zur Realität verloren hat, während er sich mit den fremden Pflanzen des asiatischen Kontinents befasst hat. 
Seine Frau ist derzeit alleine mit 2 Kindern zu Hause und wartet darauf, das die Reise ihres Mannes bald vorbei ist und sie sich irgendwann ein größeres Heim leisten können. Sie liebt ihren Mann wirklich sehr und denkt voller liebe an ihn.

Der Schreibstil des Buches ist einmalig. Die Art wie diese Geschichte geschrieben wurde lässt den Leser aufatmen und man fühlt sich sofort in die Vergangenheit gezogen. Ich fand es toll das von vielen Pflanzen der lateinische Begriff genannt wurde und auch ein paar Pflanzen von Fortune in Größe und Form erklärt wurden, sodass man sich das ganze sehr gut vorstellen konnte. Der Schreibstil war allgemein sehr Bildhaft und es fühlte sich an als wäre man live dabei. Es war aber auch ein sehr ruhiger Schreibstil, der zur Gemütlichkeit eingeladen hat und bei dem ich mich super entspannen konnte. Hier ein ganz großes Lob an die Autorin.

Nicole C. Vosseler wurde 1972 in Villingen-Schwenningen geboren und studierte nach dem Abitur Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und in Konstanz, wo sie heute – mit Blick auf den Bodensee – lebt. Mit ihrem Bestseller „Sterne über Sansibar“ gilt sie als Mitbegründerin des Love and Landscape-Genres und ist darüber hinaus erfolgreiche Autorin von Jugendbüchern. Ihre Bücher wurden bereits in acht Sprachen übersetzt.
Vosseler, die selbst einmal im Jahr eine Fernreise unternimmt und sich dabei gern als „Food-Ethnologin“ unter Beweis stellt, hat mit „Der englische Botaniker“ wieder eine neue Gattung definiert: den magisch-sinnlichen Abenteuerroman.


Schreibstil 5/5
Charaktere 5/5
Spannung 2/5
Ende 4/5
Cover 4/5

Ein tolles Buch, das den Leser auf Urlaub schickt. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und wünschte das Buch hätte noch mehr Seiten gehabt.

5 von 5 Chibis







Freitag, 21. Juli 2017

Rezension | Dunkle Hoffnung - Nadiya und Seth von Stefanie Hasse

Dunkle Hoffnung - Nadiya und Seth von Stefanie Hasse | Im.press Verlag | Ebook | Fantasy | 328 Seiten | Preis 3,99 Euro | ISBN: 9783646602708 | Erscheinungsdatum 04.05.17 | Teil 2 von 2

Noch immer gelingt es Nadiya nicht, Seth den wahren Grund ihrer besonderen Verbindung zu offenbaren. Doch aufgeben ist für die Schicksalsträgerin keine Option und so versucht sie weiter, Seth von seinem grausamen Vorhaben abzuhalten. Zutiefst verletzt durch den vermeintlichen Verrat Nadiyas versucht der dunkle Prinz nämlich alles, um sein Leid zu vergessen und jeden spüren zu lassen, welch großes Loch sie in seiner Brust hinterlassen hat. Die Zukunft hat jedoch ihre ganz eigenen Pläne für Nadiya und Seth und so bringen geheimnisvolle Visionen und überraschende Begegnungen den Lauf der Geschichte erneut ins Wanken…

Das Cover ist ähnlich wie bereits das erste Cover und gefällt mir sehr gut, ich mag diesen Grünton und natürlich sieht man wieder die beiden Händchenhaltend in der Mitte des Covers :)

Nadiya und Seth kennen wir ja bereits aus dem ersten Band. Ich mag beide immer noch sehr gerne. Nadja ist immer freundlich und hilfsbereit, Seth merkt man an das das Geheimnis um die beiden an ihm nagt und er hat immer noch einen guten Kern in sich. Jedoch habe ich bei Seth gemerkt, das er sich in diesem Buch etwas anders verhalten hat, er kam mir - zu Anfangs jedenfalls - viel böser vor, als wie im ersten Band der Geschichte. Was aber irgendwie auch gut zu ihm passt.
Die beiden passen wirklich super in die Geschichte, ergänzen sich und ich bin begeistert.

Der Schreibstil war wieder erstklassig, ich mag die Autorin sehr gerne und hoffe sie schreibt noch viele Bücher. Das Buch war mal wieder sehr spannend, als Leser will man unbedingt wissen wie das ganze ausgeht und kann das Buch bzw den Reader nicht mehr weglegen. Mir erging es jedenfalls so :) 
Die Kapitel des Buches warn sehr kurz gehalten, fast schon wieder ein wenig zu kurz manchmal, da man natürlich grad bei spannenden Szenen wissen will was danach passiert, aber das ist natürlich auch der Grund warum man am Buch kleben bleibt. Ich fand das Ende toll.


Stefanie Hasse lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen im Süden Deutschlands. Als Buchbloggerin taucht sie stets in fremde Welten ein und lässt ihrer eigenen Kreativität in ihren Romanen freien Lauf. Ihre zwei fantasybegeisterten Kinder machen ihr immer wieder aufs Neue deutlich, wie viel Magie es doch im Alltag gibt und dass mit einem kleinen Zauber so vieles einfacher geht.


Ein wunderbares Buch um sich in eine andere Welt zu träumen.

5 von 5 Chibis





Donnerstag, 20. Juli 2017

Rezension | 3 Tage bis Vollmond von Hagen Haas

3 Tage bis Vollmond von Hagen Haas | Feder und Schwert Verlag | Taschenbuch | Fantasy | 400 Seiten | Preis 12,95 Euro | ISBN: 978-3-86762-287-5 | Erscheinungsdatum 22.06.17

Als der Kölner Student Emil eine mysteriöse schwarze Pyramide findet, ahnt er nicht, dass sein Schicksal damit unvermittelt eine dramatische Wendung nimmt. Zuerst klingelt ein bildhübscher Sukkubus namens Demmi an seiner Tür. Als Emil in die bergseeblauen Augen des Dämons blickt, ist es sofort um ihn geschehen und obwohl Demmi nicht gerade freundlich zu ihm ist, ein Loch in seine Küchentür schießt und ihm die Pyramide klaut, ist Emil nicht mehr davon abzubringen, dass er und Demmi füreinander bestimmt sind. Doch dann macht auch noch ein Unhold im Auftrag des Dämonenfürsten Asmodin Jagd auf Emil, Demmi und die Pyramide. Glücklicherweise ist der gewaltige Kampfdämon zwar eine muskelbepackte Mordmaschine, doch leider nicht sehr helle ... Ein Fantasy-Roman voller Liebe und Tod, Helden und Schurken, Dämonen und Geheimagenten, Schwert- und Pistolenduellen, über- und unterirdischen Verfolgungsjagden und außerdem einigen ultrageheimen Geheimtipps für Köln-Touristen!

Mich hat das Cover des Buches sofort angesprochen, es ist nicht mit dem gängigem Stil zu vergleichen und sticht deswegen sehr heraus, genau deswegen finde ich es so schön 

Emil und seine 3 Freunde sind ein tolles Gespann, das aber unterschiedlicher nicht sein könnte. Die 4 Jungs haben alle verschiedene Charakterzüge, die sie liebenswert und individuell machen. Man konnte alle sehr schön auseinanderhalten, was ich gut finde, denn wenns mehr als 2-3 Protagonisten sind bekomm ich meist etwas Probleme, wenn es dieser Einheitsbrei ist. 
Emil sticht hier jedoch hervor, nicht nur weil man die Geschichte meist von ihm aus sieht, sondern auch ihm etwas ganz besonderes passiert, er verliebt sich nämlich in eine Dämonin. Ob er es schafft oder nicht, müsst ihr natürlich selbst lesen, aber ich war wirklich ergriffen von seinen versuchen sie zu überzeugen und seiner liebe zu Demmi. 

Die Geschichte geht sehr flott voran, ständig passiert etwas und das hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend und man ist schon immer gespannt was als nächstes passiert. Auch einige lustige Szenen haben sich im Buch eingeschlichen und auch ein paar Missverständnisse, die manchmal für Verwirrung sorgen. Ich hätte am Anfang des Buches garnicht so viel vom Buch erwartet, doch es hat mich umgehauen. Die vielen Ideen des Autors, passen durch den rasanten Schreibstil wirklich gut ins Buch und man hat auch viel Abwechslung was das betrifft. Für einen Debütroman ist das hier wirklich erste Klasse.

Hagen Haas, Jahrgang 1972, ist geborener Kölner. Heute lebt er mit seiner Familie in Brühl. Schon früh interessierte er sich für Geschichte, Mythen, Sagen und Legenden. Nach dem Abitur schrieb er sich für Jura ein, doch die folgenden Jahre verbrachte er mehr in der frühen deutschen Liverollenspiel-Szene als im Hörsaal. 1996 gelangte er zu der Einsicht, dass aus ihm nie ein passabler Jurist werden würde, und wandte sich endgültig Dingen zu, die ihm mehr lagen. Nach dem erfolgreichen Studium der Geschichte und Germanistik in Köln veröffentlichte er einige kleinere wissenschaftliche Beiträge zur frühneuzeitlichen Militärgeschichte, bevor er als Autor fürs Fernsehen tätig wurde. Seitdem hat er etliche hundert Folgen für verschiedene Daily Soaps geplottet und dialogisiert. Seit 2016 ist er darüber hinaus Co-Autor der Ritterfestspiele auf Burg Satzvey. Seinen Erstlingsroman Drei Tage bis Vollmond: Dämonen unterm Dom verfasste er bereits während und kurz nach dem Studium. Danach verschwand das Manuskript aber erst einmal für viele Jahre in der Schublade, bevor es 2017 beim Feder & Schwert Verlag veröffentlicht wurde ...



Schreibstil 5/5
Charaktere 4/5
Spannung 5/5
Ende 5/5
Cover 5/5

Ich bin absolut begeistert von dieser tollen Geschichte und kann sie allen Fantasyfans weiterempfehlen. Hier vereinen sich Action, Liebe und eine gehörige Portion coole Dämonen, was will man mehr?

5 von 5 Chibis










Rezension | Academy of Shapeshifters - Sammelband 1 von Amber Auburn

Academy of Shapeshifters - Sammelband 1 von Amber Auburn | Selfpublisher | Ebook | Fantasy | 320 Seiten | Preis 3,49 Euro 

Lena führt ein ganz normales Leben. Sie geht zur Schule, liebt Bücher und Pfannkuchen mit Erdbeermus. Niemals hätte sie für möglich gehalten, etwas Besonderes zu sein. Am Tag ihres sechzehnten Geburtstags allerdings ändert sich das. Nicht genug, dass sich ihre Sinne schlagartig verbessern. Sie wird noch dazu bewusstlos und mit Erinnerungslücken im Wald aufgefunden. Als Lena erfährt, dass sie die seltene Gabe besitzt sich in ein Tier verwandeln zu können, glaubt sie an einen Irrtum. Doch es bleibt keine Zeit für Fragen. Sie ist in Gefahr und muss sofort ihr Zuhause verlassen.
In einem Camp, tief in den bulgarischen Wäldern, jenseits der Zivilisation, findet sie nicht nur die Wahrheit, sondern auch den Jungen ihrer Träume.

Ich finde das Cover des Sammelbandes und auch die Cover zu den einzelnen Episoden sehr hübsch gemacht. Die Farben sind stimmig und die Bilder passen sehr gut in die Geschichte. 

Lena ist eine Einzelgängerin, sie wird in der Schule gemobbt und auch angegriffen. Sie lebt zusammen mit ihrer Tante und deren Mann in einem Haus, bis ihr 16. Geburtstag kommt. 
Ich mag Lena an sich sehr gerne, jedoch fand ich sie etwas zu naiv, sie ist nicht der Typ der viel hinterfragt, sondern alles einfach hinnimmt - vielleicht wird sie auch deswegen gemobbt. Ihre Handlungen waren für ich selten nachvollziehbar und auch ihr Charakter erschien mir während der Geschichte immer langweiliger, was ich sehr schade fand.

Der Schreibstil gefällt mir an sich sehr gut, doch irgendwie bin ich nicht in die Geschichte reingekommen. Es gibt viel zu wenig Hintergrundinformationen warum gerade etwas geschieht ect. Das hat mich sehr gestört und hab mich des öfteren gedacht, das ich das Buch abbreche, denn so kam mir die Geschichte schon etwas sinnlos vor. Lena kann sich plötzlich in ein Tier verwandeln, wird dann von irgendwelchen Männern in ein Camp verschleppt, wo sie gegen andere Gestaltwandler kämpfen soll. Alles schön und gut, aber warum? Warum kann sie sich verwandeln? Wer sind diese Männer? Warum kann sie nicht bei ihrer Tante bleiben? Warum müssen die Gestaltwandler in seltsamen kämpfen gegeneinander antreten, wo sie doch alle eigentlich zusammenhalten sollten? All diese Fragen (und noch mehr) gingen mir während des lesens durch den Kopf und es gab keine Antworten, deswegen werde ich die Reihe wohl nicht fortsetzten.

Amber Auburn ist das Pseudonym einer Fantasy-Autorin aus Berlin, die jede freie Minute zum Schreiben nutzt. Sie ist nicht nur leidenschaftliche Serien-Guckerin, sondern auch große Tierliebhaberin. Schon als Kind studierte sie bergeweise Bücher über Tierarten. Nun, mit der Gestaltwandler-Serie, erfüllt sie sich einen kleinen Traum und kann ihr Wissen endlich anwenden.


Schreibstil 3/5
Charaktere 2/5
Spannung 1/5
Ende 1/5
Cover 4/5

Leider für mich ein Flop, ich hätte mir viel mehr von dieser Geschichte gewünscht, aber es bleiben leider nur Fragen übrig.

1 von 5 Chibis